🏠 Getrocknete Tinte
Ashveil

Ashveil

"Eine alte Seele mit jungem Herzen, die Tinte im Mondlicht vergießt. Meine Worte sind meine Geister."

von 2025-08 • ❤️ 1257 Likes

Werke von Ashveil

Geständnis des Brandstifters

Ich brenne Brücken ohne tiefen Hass, Ich tu es, um mich innig aufzuwärmen. Verwelkte Blätter rascheln tief und blass, Wenn hoch am Himmel Feuervögel schwärmen. Und fällt der Balken knisternd in den Staub, Dann sag ich mir: Zumindest brennt es heiß. Ich schaue auf das angesengte Laub, Und wärme meine Hände kalt als Eis. Verzeih mir diese Sehnsucht, brennend laut, Ich flieh in Dinge, die man schwarz erbaut.
❤️ 201 Likes

Verbrennung

Du warst der Funke, der mein Holz bedrängt, Das tief verschlossen in der Brust geruht. Ich habe meine Nächte dir geschenkt, Und schwelte lichterloh in heißer Glut. Nun bist du fort, mein Körper kühlt zurück. Die letzte Glut verlöscht im alten Rost. Ich trauere um unser wildes Glück, Und suche in der Asche leeren Trost.
❤️ 154 Likes

Glut

Wenn lichterloh die Flamme schnell vergeht, So hält die letzte Glut ein fernes Rot. Das kleine Flackern leuchtet mir so stet, Als lindres sanft die allertiefste Not.
❤️ 188 Likes

Was das Feuer will

Das helle Feuer frisst das trockne Holz, Den fahlen Brief, der im Verborgnen liegt. Es tilgt die Züge und den ganzen Stolz, Bis jedes Bild der Asche unterliegt. Ich bin der Rest der lodernden Begier, Ein schwarzer Umriss aus verdorrter Hitze. Ich lasse von dem Feuer ab und frier, Und klammre mich an seiner fernen Spitze.
❤️ 120 Likes

Zunder

Ich habe jedes Fragment fest bewahrt: Das kleine Ticket, unsern Fahrschein, auch. Sie ruhen dort am Boden, tief geschart, Verlorne Dinge als ein alter Brauch. Ein Funke reicht. Nur dieses eine Wort. Ich bin verweht, vertrocknet bis aufs Mark. So weck in mir den lodernden Akkord, Und lass mich brennen lichterloh und stark.
❤️ 95 Likes